Umwelt
Wasseraufbereitung
ist ein weites Anwendungsfeld für Kalk- und Dolomitprodukte. Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung können einzelne oder alle der folgenden Schritte umfassen:
- Entfernung von Schwebstoffen und/oder Kolloiden
- Verminderung der Härte
- Verminderung der Konzentration an gelösten Metallen
- Desinfektion
- pH-Einstellung.
Kesselspeisewasser
muss enthärtet und aufbereitet werden um sicher zu stellen, dass es frei von schwebenden Feststoffen und nicht-karbonatischer Härte ist, eine niedrige Karbonathärte hat, praktisch frei von Öl und gelöstem Wasserstoff ist und einen niedrigen Gehalt an gelöster Kieselsäure hat.
Abwasserbehandlung
Abwässer stammen aus Haushalts- und gewerblichen Quellen. Sie enthalten feste Schwebstoffe, gelöste kolloidale organische Stoffe und Nährstoffe, wie Phosphate und Ammoniak, möglicherweise auch Metalle. Sie müssen behandelt werden, um Säuren zu neutralisieren, gelöste Metalle, Sulfide und Fluoride auszufällen und Nährstoffe, wie Phosphate und Stickstoff zu reduzieren.
Handelsüblicher Branntkalk und gelöschter Kalk werden angewendet, um den pH-Wert einzustellen, zur Koagulation der Feststoffe, zum Abscheiden von Metallen und Nährstoffen sowie zur Desinfektion und Aufbereitung des Klärschlamms für die Verwendung in der Landwirtschaft oder zur Deponierung.
Luftreinhaltung
Eine Reihe von Luftreinhalteverfahren verwenden Kalk als das billigste Alkali. Die auf Kalkbasis arbeitenden Verfahren zur Behandlung von sauren Abgasen können in folgende Gruppen unterteilt werden:
- Nasswäsche
- Halbtrockene Wäsche
- Hochtemperatur-Einblasen von Kalkhydrat
- Niedrigtemperatur-Einblasen von Kalkhydrat
- Niedrigtemperatur-Absorption durch Hydratkalk in einem Festbett.
Einige der genannten Verfahren entfernen Schwermetalle effizient, während andere die Neubildung von Dioxinen und Furanen minimieren. Gelöschter Kalk kann, zusammen mit Aktivkohle, zur Entfernung von Dioxinen, Furanen und flüchtigen Schwermetallen verwendet werden.
Neben Kalk werden auch dolomitischer Kalk und Hoch-Magnesiumkalk in Verfahren zur Reduktion der Luftverschmutzung eingesetzt. Dolomitischer Kalk hat im Vergleich zu reinem Kalk ein höheres Neutralisationspotential und verhindert die Verzunderung.
Sämtliche in den beschriebenen Verfahren eingesetzten Rohstoffe (Hoch-Calciumkalk, dolomitischer Kalk und Hoch-Magnesiumkalk) können in Maerz GGR-Öfen oder Einschachtöfen erzeugt werden.
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