Die CO2-Herausforderung

Der Klimawandel wird immer deutlicher sichtbar. Mit der Weiterentwicklung unserer Ofensysteme leisten wir einen Beitrag, die Emissionen zu verringern und so dem Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 – klimaneutral bis 2050 – einen Schritt näher zu kommen.

grüner Fussabdruck

Kalkbrennen ist ein CO2-intensiver Prozess

Selbst in modernen energiesparenden Öfen wie den Maerz-GGR-Öfen fallen pro Tonne erzeugtem Kalk ca. 1 t CO2-Emissionen an. Davon kommen ca. 20 % CO2 aus der Verbrennung des Brennstoffes und 80 % aus dem Kalzinierungsprozess selbst, in dem Kalziumkarbonat (CaCO3) in seine Bestandteile Branntkalk (CaO) und CO2 zerlegt wird. Das  CO2 gelangt heute mit den Ofenabgasen in die Atmosphäre.

Die innovative Lösung: der Maerz EcoKiln®

Um das anfallende CO2 als wertvollen Rohstoff für nachfolgende Prozesse verwenden oder um es sequestrieren zu können, muss die Reinheit des Abgases mehr als 99 % CO2 betragen. Die Anreicherung auf diese Reinheitsgrade ist heute mit verschiedenen, jedoch kostenintensiven Technologien wie eine Aminwäsche möglich. Oft ist dabei die Aufbereitung des CO2 teurer als die Herstellung des Branntkalks selbst.

Derzeit findet ein rasanter Wandel in der Anreicherungstechnologie statt. Es zeichnet sich ab, dass die Verfahren umso kostengünstiger werden, je höher die Anfangskonzentration des CO2 im Ofenabgas ist.

Hier kommt der Maerz EcoKiln® zur Anwendung: Seine einzigartige Gasführung erlaubt es, sowohl in HPS- als auch in GGR-Öfen den CO2-Gehalt des Ofenabgases auf über 95 % anzuheben. Damit entfallen teure Verfahren wie eine Aminwäsche oder eine Druckwechsel-Adsorption (PSA) und es ist nur noch eine Anlage zur Verflüssigung des CO2 erforderlich.

Alle Maerz EcoKilns® können auch als konventionelle Öfen betrieben werden und je nach Bedarf stufenweise für CO2-Gehalte im Abgas auf 45 % oder über 95 % ausgebaut werden. Dadurch sind sie ebenfalls bestens für den Einsatz in der Soda- und Zuckerindustrie sowie für die Herstellung von PCC geeignet.